FGM oder CCM - Testphase ist beendet

Lange habe den Freestyle Libre getragen.

Auf den Libre wurde ich Anfang 2015 aufmerksam, als ich meinen Diabeologen gewechselt habe. 

Meine Werte waren das reinste Chaos - hba1c von 9, irgendwas!

 

Um das ganze wieder ins Gleichgewicht zu bringen, stand ein Basalratentest an.

Gesagt getan - puh ist das Blöd, keine Kohlenhydrate zu mir nehmen und jede Stunde messen. Das ganze 6 Stunden am Stück. 

Drei Tage hintereinander zu unterschiedlichen Tageszeiten - Ja, auch nachts!

 

Also dieser Basalratentest hat ergeben, dass ich in den frühen Morgenstunden eine große Lücke habe, wo mir Insulin fehlt.

 

Als wir die Werte beim Arzt besprochen haben, erzählte er mir vom FREESTYLE LIBRE!

Ein Messgerät, welches einmal unter die Haut gesetzt, zwei Wochen liegen bleibt - auf der Haut klebt ein etwa 2 Euro großer Sensor, unter der Haut rund 8mm der Sensorfaden. Dann muss man nur noch mit einem Scanner (oberstes Bild) drüber scannen und man hat den Gewebezuckerwert!

Coole Sache!

Ich hatte die Möglichkeit dieses Gerät in der Praxis zu testen. 

Man, da sieht man ja Werte, die sonst im verborgenen bleiben, wenn man rund 6-8 mal pro Tag misst.

 

Also legte mir mein Diabetologe diesen Sensor an.

Ich teste diesen innerhalb von zwei Wochen sehr intensiv - super - will ich haben. 

Das Rezept vom Diabetologen also bei der KK eingereicht - und gewartet. 

Gleichzeitig habe ich mich schon auf der HP von Abbott regiestriert.

Es herrschte von Anfang bis Ende 2015 eine lange Warteliste bei dieser Firma, da sie nicht mit der Produktion nachkamen. 

 

Von der KK bekam ich dann kurze Zeit später die Ablehnung.  Auch der Widerspruch blieb erfolglos. 

Meinen Platz auf der Warteliste strich ich aber trotzdem nicht. 

Ich wollte das FGM haben. 

 

Ende November 2015 (da hatte ich schon meine Pumpe) kam Post von Abbott, ob ich denn noch Interesse am Libre hätte. Wenn ja, dann können ich bestellen. 

Also, das Starterset (Lesegerät und zwei Sensoren) bestellt und selbst gezahlt.

Juchhuuuuuuuuu....... an Nikolaus kam mein Set an.

Ich konnte es kaum erwarten. 

Endlich ich war im Besitz eines Libre.

 

Es war so toll, die Werte ständig im Blick zu haben. 

Leider hatte ich nur zwei Sensoren, also erst einmal nur 4 Wochen. 

 

 

 

Im Februar 2016 hatte ich die unbefristete Genehmigung für meine Pumpe bekommen!

Also dachte ich mir, mal wieder bei der KK anzurufen und nach der Genehmigung für den Libre zu fragen. 

Und siehe da, nach ein paar Fragen, die ich beantworten musste, hatte ich die Zusage für den Libre.

 

FREU FREU FREU.

 

Ich konnte es kaum fassen. 

Seit April 2016 nutze ich den Libre dauerhaft und ohne große Probleme. 

 

 

Aber es ist “nur“ ein FGM!

 

 

Donnerstag, 17.11.17, 9:00 Uhr.

Es warsoweit!!!

 

Ich fuhr zur Praxis, wo ich einen Termin zur Einweisung von Dexcom hatte.

Erst fing das ganze recht theoretisch an.

Aber dann gab es einen Kaffee und meine Diabetesberaterin sagte dem Außendienstmitarbeiter von Dexcom, dass er nicht bei "0" anfangen muss, da ich "Diabetestechnisch" fit bin.

 

Trotzdem hat er noch so einiges erklärt. 

Ich hatte ja auch noch die ein oder andere Frage, zum Beispiel nach den Tragestellen und auch der Verlängerung des Sensors.

 

Und dann war es endlich soweit, ich bekam den Sensor und konnte ihn mir setzen.  

Ich begann mit den einzelnen Schritten, die wir zuvor besprochen haben. 

 

Und, er saß.

 

Transmitter rein und WARTEN. 

 

Ich habe den Sensor gestartet und sage und schreibe "2 Stunden" gewartet. 

Diese zwei Stunden benötigt der Sensor zum warm werden. 

 

 

 

 

 

 

In der Praxis haben wir noch kurz die Formalitäten geklärt und dann ging es nach Hause. 

Zwei Stunden können ganz schön lang sein.

Ich spielte in der Zeit schon etwas mit dem Empfänger rum und stellte alles ein - Lautstärke, Warmwerte und und und.

 

Eeeeeendlich, die zwei Stunden waren um und ich konnte kalibrieren.

 

Die obere Grenze hatte ich bei 200 mg/dl eingestellt - die untere Grenze bei 80 mg/El.

 

 

 

Uii Uii Uii, dass piepst aber ganz schön laut.

Da ich noch mit meiner Kehlkopfentzündung zu tun hatte, waren die Werte nämlich alles andere als gut - also oft über 200 mg/dl.

Aber so konnte ich wenigstens sofort reagieren und gegensteuern.

 

Die Kehlkopfentzündung ging, die Werte wurden besser und in meiner Hosentasche piepste es nicht mehr so oft.

 

Einen Tag  machte ich auch Bekanntschaft mit dem Hypoalarm.

Ich habe nichts gemerkt war bei 67 mg/dl. Also noch nichts gefährliches, habe dann schnell gegengesteuert.

Des weiteren brauchte ich denn Hypoalarm einen Abend zu Hause.

Knapp über 70 mg/dl - aber auch das hätte ich nicht gemerkt.

 

 

 

 

Nun mein Fazit mannach zwei Wochen testen:

 

Die Alarme sind erst einmal gewöhnungsbedürftig, Machen mich aber sehr sicher - vor allem wenn ich mit meinen Kids alleine bin und auf der Arbeit.

Das kalibrieren ist wieder neu, beim Libre nicht nötig, läuft dadurch aber auch sehr genau.

 

Übertragung auf das Smartphone auch klasse. Leider noch nicht persönlich getestet, da ich den G4 als Testgerät hatte.

 

Ende vom Lied:

Das Rezept liegt mittlerweile schon bei Dexcom und ich warte auf mein Weihnachtsgeschenk!

 

Kleines Update, 20. Dezember 2017:

Mein Antrag liegt zusammen mit einem Schreiben von meiner Diabetesberaterin und meinen Tagebüchern beim MDK der Krankenkasse.

Eine direkte Ansprechpartnerin bei der Krankenkasse habe ich auch schon, welche so freundlich sein wollte und sich direkt nach Rückmeldung der Krankenkasse bei mir melden wollte.

Also warten, aber fünf Wochen werde ich es doch hoffentlich schaffen.

 

Wenn dann die Zusage kommen sollte, kann Dexcom sofort verschicken, da ich die Einweisung ja schon hinter mir habe.

 

Kleines UPDATE,  04. Januar 2018:

Es kam die Info meiner DiaPraxis, dass der MDK noch Unterlagen bräuchte.

 

Mmmhhhh....??????

Wir haben sich alles eingereicht.

 

Also Telefonat mit MDK und Krankenkasse geführt.

Die Dame der Krankenkasse hat sich dann heute zurück gemeldet.

Alle Daten, Bescheinigungen und Tagebücher sind nun dort vorhanden.

 

 

Eine Woche noch, dann sind die fünf Wochen um.

Dann muss eine Entscheidung her!!!

 

 

16. Januar 2018 - 18. Januar 2018:

 

Mittlerweile waren die fünf Wochen um.

Da habe ich direkt bei der Krankenkasse angerufen und nachgefragt, wie es denn nun mit meinem Dexcom ausschaut.

Erst landet man natürlich im Servicecenter, dort wusste niemand so richtig Bescheid. Mir wurde dann ein Rückruf der Fachabteilung für den nächsten Tag versprochen.

Zeitgleich habe ich eine E-Mail aufgesetzt.

 

Am nächsten Tag zur verabredeten zeit kam leider KEIN Rückruf der Krankenkasse.

Also habe ich mir wieder die Finger wund gewählt und siehe da, der Mitarbeiter an der Hotline konnte anhand meiner Daten sehen, dass der Dexcom genehmigt ist.

Yipieieieieieieiiiiiiiihhhhhhhhhh.

 

Kurz danach habe ich bei Dexcom angerufen und gefragt, wie dort der Stand der Dinge ist.

Die Dame am Telefon sagte mir, dass mein Paket schon gepackt sei und auf dem Weg zu mir ist.

 

Warten, warten, warten,.....

Am Donnerstag klingelte es! Jaaaaaaaaaaaaaa, unser Paketbote!

 

Was hatte er dabei?

Einen riesengroßen Karton von Dexcom!!!

 

Puhhh, gut dass wir für diesen tag noch nichts geplant hatten! So konnte ich mich in Ruhe um alles kümmern.

Auspacken, aufladen, setzen, aktivieren und wieder warten - 2 Stunden Aufwärmphase.

 

Aber mittlerweile läuft alles 1a.